Kartoffeln Low Carb 4

Die drei besten Low Carb Alternativen zur Kartoffel

Kartoffeln Low Carb

Was anstelle von Kartoffeln essen?

Kartoffeln Low Carb hört sich irgendwie an wie Sahnetorte ohne Kalorien. Nicht real, aber sehr verlockend – zumindest für Low Carber. Für die ist die Kartoffel als eine der klassischen Kohlenhydratlieferanten nicht gerade das ideale Lebensmittel – eher ein rotes Tuch. Stellt sich die Frage, was stattdessen essen?

Für alle, die ihre Carbs reduzieren oder einfach mal ein wenig Abwechslung möchten, hier drei super Variationen. 


Drei leckere Alternativen zur Patate | Kartoffeln Low Carb


#1 Kartoffelfasern | Kartoffeln Low Carb

Noch nie gehört? Dann bist du nicht alleine. Bei uns sind Kartoffelfasern noch nicht so verbreitet. Ein Foodtrend, der gerade aus Skandinavien rüberschwappt.
Ein anderer Name für Kartoffelfasern ist Pofiber, von Po(tatis)=Kartoffel und Fiber= Ballaststoffe. 

Also, was ist das?

Zermahlene Kartoffeln, denen vorher viel Stärke und Wasser entzogen wurde. Heraus kommen ballaststoffreiche Fasern mit wenigen Carbs, die lange satt machen.
Das Gute: Trotz dieses Prozesses erhalten die Fasern den typischen Kartoffelgeschmack. Es lassen sich viele kohlenhydratarme Gerichte zaubern, die trotzdem nach Kartoffeln schmecken.

Die Kartoffelfasern der Soulfood Lowcarberia haben nur 2g Kohlenhydrate auf 100g. Zum Vergleich: Kartoffeln kommen durchschnittlich auf 16g Carbs pro 100g, von denen die meisten aus Stärke bestehen.

Was kann man mit Kartoffelfasern machen?

Ok, hier hast du nicht die typische Knolle auf dem Teller. Aber sonst ist einiges möglich. Von einer deftigen Kartoffelsuppe bis hin zu Kartoffelchips. Zum Andicken von Saucen, für Kartoffelklöße, Kartoffelpuffer, Frikadellen, zum Panieren, Backen oder in Pürees. Kartoffelfasern sind sehr saugfähig und haben enormes Quellvermögen.

Wer den Kartoffelgeschmack liebt, aber auf Carbs achtet, für den sind Kartoffelfasern eine ideale Zutat.  

Aber Achtung, Kartoffelmehl ist etwas anderes. Da hier nicht die Stärke entzogen wurde, besitzt es viele Carbs und wenige Ballaststoffe.




#2 Topinambur | Kartoffeln Low Carb

Topinambur

Auch noch eher ein Geheimtipp und wenig bekannt. Das Wurzelgemüse Topinambur sieht dem Ingwer ähnlich, hat aber mit diesem nichts zu tun. Denn es gehört zur Familie der Korbblütler, eng mit der Sonnenblume verwandt.

Ursrprünglich kommt die Knolle aus Mittel- und Südamerika und war dort bei den Indianern beliebt. Im 17. Jahrhundert wurde sie von den Europäern nach Frankreich importiert und später von der Kartoffel verdrängt. Andere Bezeichnungen für Topinambur sind Indianerknolle, Erdartischoke, Jerusalem-Artischocke oder Diabetiker-Kartoffel.

Topinambur | Ein gesundes Gesamtpaket und lecker

Für Low Carber eine genussvolle Alternative zur Kartoffel, dezent süßlich nussig mit einer leichten Artischokennote.
Aber nicht nur geschmacklich macht die Topinambur der Kartoffel Konkurrenz. Sie hat weniger Carbs, ist ähnlich sättigend, kalorienarm und sehr ballaststoffreich.
Mit rund 80 Prozent Wassergehalt und n
ur 30 Kalorien pro 100g kann ohne schlechtes Gewissen zugeschlagen werden. Ein Traum, nicht wahr?
Die Kartoffel liefert mit rund 76 Kalorien pro 100g mehr als das Doppelte.
Außerdem ist Topinambur eine Vitaminbombe, reich an Magnesium und Kalium.



Nährwerte Kartoffeln/Topinambur im Vergleich | Kartoffeln Low Carb

Nährwerte pro 100 g Topinambur Kartoffel
Kalorien 30 kcal 76 kcal
Kohlenhydrate 4,0 g 16,0 g
Protein 2,44 g 2,04 g
Fett 0,41 g 0,11 g
Ballaststoffe 12,1 g 2,07 g

Inulin statt Stärke 

Topinambur sättigt lang und schnell, bindet im Darm Wasser und quillt stark. Es enthält keine Stärke wie die Kartoffel, sondern Inulin. Top für die Darmgesundheit und einen niedrigen Blutzuckerspiegel. Deshalb auch der Spitzname Diabetiker-Kartoffel.
Aber nobody is perfect: Es können leider Blähungen entstehen.

Wie kann Topinambur verwendet werden?

Ziemlich vielseitig. Das kartoffelähnliche Wurzelgemüse ist ein kulinarisches Multitalent. Gekocht, gebraten, frittiert gedünstet, alles ist möglich.
Also, wie wärs mal mit Suppe, Auflauf, Püree, Rösti, Chips, knusprigen Pommes oder einem gesunden Gemüsegericht aus Topinambur?
Und im Gegensatz zur Patate kann die Indianerknolle auch roh auf den Teller. Zum Beispiel frisch geschnitten in einen leckeren Salat.

Die Schale muss nicht ab

Sie ist dünner als die der Kartoffel, essbar und kann ebenfalls dran bleiben. Dann aber auf jeden Fall gut abschrubben, denn die Knolle wächst wie die Kartoffel unter der Erde.

Wer Topinambur schälen möchte, verwendet am besten einen Sparschäler. Anschliessend einfach in Scheiben oder Würfel schneiden oder klein raspeln.

Wie wird Topinambur aufbewahrt? 

Topinambur hält sich nicht so lange wie die Kartoffel. Wird sie nicht direkt verarbeitet, sollte sie in den Kühlschrank. Dunkel und kühl. In Küchenrolle eingewickelt und eine Plastiktüte drum. So hält sie sich rund zwei Wochen.

Aber keine Sorge, Topinambur kann auch ohne Qualitätseinbußen eingefroren werden. Dafür schälen, klein schneiden und in kochendem Wasser ungefähr zwei Minuten blanchieren. So werden sie nicht matschig. Im Gefrierfach hält sie sich dann rund ein Jahr. 

Wo gibt es Topinambur?

Die Frage ist berechtigt, denn in normalen Supermärkten leider selten. Aussichtsreicher ist es auf dem Wochenmarkt, in Bio-, Gemüse-, oder Asialäden. Oder für die Bequemen unter uns hier online. Es gibt übrigens auch Topinambur Pulver oder Topinambursaft.


Buchtipp: Topinambur – Mal was anderes probieren!


#3 Blumenkohl

Weniger exotisch als Topinambur, aber trotzdem ein gesunder Klassiker: Blumenkohl. Ideal als Kartoffeln Low Carb Ersatz mit durchschnittlich nur 5g Kohlenhydraten pro 100g. Zu bekommen, naja eigentlich überall.


Wie wärs mal mit Blumenkohlpüree statt aus Kartoffeln?

Gekochten Blumenkohl mit einem Stabmixer pürieren. Etwas Sahne und Frischkäse dazu. Mit Pfeffer, Salz und Muskatnuss abschmecken.
Ein Gedicht, als Beilage oder alleine. Dazu gesund, kalorien- und kohlenhydratarm.
Als Tipp: Noch Kartoffelfasern rein für eine festere Textur und eine leckere Kartoffelnote. Einfach mal ausprobieren.
Viel Spaß und lasst es euch schmecken 🙂



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